Wortschatz/Allgemeines

[agleg]

 

Kleidung
Bsp: Was heascht denn du für a Agleg beianand?
(Was hast denn du an?)

[häs]

Kleidung
Bsp: So a Häs let ma jo ned amol in Schtall a!

[grüß gott]
[heil(e)]
[pfüate]
[grüaß di]
[grüaß ne]
[seawas]

Nicht „Guten Tag"
Eine unpolitische Begrüßung/Verabschiedung unter Freunden
Eine Verabschiedungsform. Im Osten: Pfiat äch!
Grüß dich!
Grüß euch!
Servus!

[hoi]

1. Begrüßung
Bsp: Sohn kommt von Schule heim.
Mutter: Hoi!
Sohn: Hoi!
Mutter: Bischt scho do?
Sohn: Jo, mir hond hüt früher us gha.

2. Verwunderung, Erstaunen
Bsp: Vater repariert Auto, welches trotz mehrerer Versuche nicht anspringt, es sich aber plötzlich anders überlegt und dann doch startet.
Vater: Hoi, wieso tuat 's jeatz?

Beide Male nicht zu verwechseln mit "Ahoi"!

[ghörig]

Unzureichende Hilfsübersetzung: „Gehörig"
Umschreibung für alles, was so ist, wie es sein sollte, wenn es ordentlich ist

Bsp: An ghöriga Vorarlberger isst Käsknöpfle.
(Ein richtiger Vorarlberger, der etwas auf sich hält, isst Käsknöpfle).
An ghöriga Student lernt jeda Tag, od'r.

[ha?]
[was?]

Wie bitte?
Nur im Bekanntenkreis anzuwenden, sonst: Bitte?

[moatle]
Mehrz.: [moatla]

Gegenteil von Bua, also ein Mädchen

[i bi dr Kurt]

Ich heiße Kurt / Mein Name ist Kurt.

[jo hör uf]

"Ja, hör auf!"
Reaktion auf eine beinahe unglaubliche Mitteilung.

(Verständlicher wird die Redewendung, wenn man "mit dieser Übertreibung" ergänzt)
Bsp: Du, i bin ganz fertig. Geschtern heat oaner mine Katz überfahra! - Jo hör uf!

[gang mi ned a!]

Geh mir nicht auf die Nerven!

[goht 's no?]

Ausdruck der Entrüstung. Übersetzt: "Geht es dir noch gut?" "Bist du nicht mehr ganz normal?"

Bsp: Meier leert seinen Müll einfach auf dem Gehsteig aus. Müller beobachtet das und meint: "Goht 's no? Des kascht wider aweagrumma!"

[an guata]

"Einen guten." Ergänze: "Appetit!"

Bsp: Moizät! (Wiener); Wohl bekomm's! (Deutscher); An guata! (Vorarlberger)

[käsknöpfle]
[ribl]

Wiener Schnitzel, Salzburger Nockerl, Tirolerknödel und eben Käsknöpfle und Ribl

[toma:ta]

[wianerle]


[grumpira]

[dr butter]


[dr Semmel]

[öpflbuzga]

Nicht "Paradäsa"

Keine Kinder aus der Bundeshauptstadt, sondern das, was in Wien „Frankfurter" sind

Grundbirne - Noch uriger als „Erdapfel"?

Was auf „-er" enden will, muss auch männlich sein; Ausnahmen: Mutter, Tochter, Wasser, Wetter uswuswusw.

Ist zwar falsch, heißt aber trotzdem der Semmel

Was übrig bleibt, wenn man einen Apfel abnagt

[fohra]
[mohra]
[fraschtner]
[egger]

Bier der Fa. Fohrenburger, kurz: Fohren > Fohra
Bier der „Mohren Bräu", kurz: Mohren > Mohra
Frastanzer Bier
Egger Bier

die cola
die fanta
die almdudler
die [schpreit]

Nicht "das" Cola
aber auch: das 7up

[znüne]
[zbräand]
[zmorga]
[zmittag]
[znacht]

Vormittägliche Jause (um 9 Uhr eben)
Nachmittägliche Jause (sagen wir: 15.30 Uhr)
Keine Zeitangabe, sondern das Frühstück
-''- das Mittagessen
-''- das Abendessen

[rummate]
[loabate]

Beides Ausdrücke dafür, wenn es auf einem Teller nicht mehr appetitlich, sondern wie auf einer Baustelle aussieht

Heasch jeatz doch du a Rummate im Teller!
Heasch jeatz doch du a Loabate im Teller!

[jassa]

jassen - ein beliebtes Kartenspiel (Zeitwort)
Bsp: Macha mr an Jass! oder Jassa mr a kle!

[es soacht]


[es luftat]

Wenig vornehmer Ausdruck für „es regnet"
Bsp: Des git 's jo gär net, jeatz soacht 's scho wider!

In Vorarlberg "windet" es nicht, es geht auch kein Wind. Es "luftat" oder es "goht an (ghöriga) Luft". (Achtung: In dieser Verwendung ist der „Luft" männlich!).

[es lang(a)t]

Es reicht.
Bsp: Jeatz langat 's denn aber, gea!

[gea(l)]

Gell?/! oder Gelt?
Nach dem Österr. Wörterbuch auch: Geln S'?

[plamp]

„a Lackerl"

Meier: Din Ribl ischt aber schö trucka. Bruchsch ned no a kle a Milch dazua?
Müller: Jo, an Plamp vilicht.

[luaga]

„lugen"
Bsp: Luag amol i dr Zitig, was hüt im Fernseaha kunt!

[a kle]
[a biz]
[a kläle]
[a bizle]

ein klein wenig,
ein bisschen
ein klein klein wenig
ein kleines bisschen

[eppas]
[eppa]

etwas
etwa

[allpot]

hin und wieder, ab und zu, mehr oder weniger regelmäßig
Bsp: Der goht allpot i 's Gaschthus und suft sich a, bis er numma ka.

[a ränkle]

eine kleine Tour
Bsp: Macha mr no a klens Ränkle ge Bludaz und wider zruck, zam 's neue Auto usprobira, ha?

[gofa]

wenig liebevoller Ausdruck für "Kinder"

[tschut(n)a]

Fußball spielen

[bündt]

Wiese (kein englischer Garten)
Bsp: D' Gofa tschutnan i dr Bündt.

[siach]
[kog]

Kerl; abwertend gemeint

[fürba]

mit dem Besen kehren

[gfret]

Ärger, Unannehmlichkeit
Bsp.: Mayer versucht seinen VW Käfer zu starten: "Des isch doch a Gfret mit deam alta Kübel! Oamol schpringt er a und denn wider net!"

[weallaweag]

möglicherweise, wahrscheinlich
Bsp.: Luag amol der Bsoffne döt - dean haut 's weallaweag no um!

[bendl]

Wenn jemand die Schnürsenkel offen hat:
Bsp: Mach d' Schuabendl zua, vor 's di uf d' Schnorra haut!

[südre]

Einer, der an allem etwas auszusetzen hat, aber selbst nichts zustandebringt, Versager

[schpöza]

[schpudra]

[triala]

spucken

ds., meint aber mehr eine feuchte Aussprache

sabbern (i trial, du trialscht, er trialt, mir ... trialan)

[kutze]

Wolldecke

[gluva]

Sicherheitsnadel

[gschpana]

Spielkamerad, Freund

[lalle]
[lappe]
[kappaschtock]
[trümsle]

ein Dodl
ds.
ds. unfähige Person, Träumer
Tolpatsch

[dr papscht heat 's schpeack-bschteck z' schpot bschtellt]

Zungenbrecher: Der Papst hat das Speck-Besteck zu spät bestellt.