Die Nennform (Infinitiv)

Die Nennform wird sehr einfach gebildet. Wie bereits in der Wichtigen Regel 2 beschrieben, wird das „-en" bzw. „-eln"/„-ern" durch ein „-a" bzw. „-la"/„-ra" ersetzt. Andere Abweichungen vom Standard-Deutsch sind natürlich nicht ausgeschlossen.

Einige Infinitive zeichnen sich durch besondere Kürze aus:

Haben > [ha:]
Sein > [si:]
Gehen > [go:] wobei das „o" wie ein englisches „aw" (z.B. „draw" ausgesprochen wird)
Kommen > [ko:] (zur Aussprache siehe "gehen")
Stehen > [schto:] (zur Aussprache siehe "gehen")
Lassen > [lo:] (zur Aussprache siehe "gehen")
Geben > [gia]
Nehmen > [nia]

Andere Infinitive:

[eassa] essen
[läasa] lesen
[schaffa] arbeiten
[schni:da] schneiden
[trinka] trinken
[fi:ra] feiern
[schlofa] schlafen
[tua] tun, funktionieren
[macha] machen
[losa] hören
[i:ko:fa] einkaufen
[a:lega] anziehen
[u:fhöra] aufhören
[schpära] sparen
[wella] wollen

Eine Besonderheit: Das Wort „lieben" gibt es nicht. Kein Mensch sagt: „I liab di." Will der V. seine Liebe ausdrücken, muss er hochdeutsch sprechen, was aber, wenn es sich um Nicht-V. handelt, ohnehin unumgänglich ist. (Umschreibungen wie „i mag di" oder „i ha di gern" sind wohl in der Tendenz richtig, aber eben erst die Grundlage für hochdeutsche Folgeerklärungen und daher nur als - wenn auch klare - Andeutung zu gebrauchen).