Andere Wortarten
Hier gibt es nicht viel zu erklären. Sinnvoll ist nur
eine Auflistung der am häufigsten gebrauchten Wörter mit Übersetzung.
1. Ortsangaben
2. Zeitangaben
3. Zahlen
Exkurs 1: Regionale Disparitäten
4. Sonstige
Exkurs 2: Das multifunktionale Füllwort "ge"
auf [uf]
aus [us]
in [in]
ins [is]
im [im]
am [am]
um [um]
um ...herum [um...umme]
hin [hi/ahe/ane]
her [her/hera]
hinaus [usse]
heraus [ussa]
hinein [ihe/ine]
herein [iaha]
hinauf [uffe]
herauf [uffa]
hinunter [ahe]
herunter [aha]
da [do]
dort [dö(a)t]
nach Wien [ge Wian]
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vorne [vorna]
hinten [hinta]
nach vorn [vüre]
zurück [zruck]
vorwärts [vürsche]
rückwärts [hintersche]
zwischen [zwüscha]
drüben [däana]
herüben [häana]
hinüber [umme, übre, dure]
herüber [umma, dura]
durch [durch]
vorbei [vorbei]
darauf [druf]
darunter [drunter]
daneben [daneaba(t)]
herum [umma]
herinnen [hinna]
draußen [dussa, vrduss]
nirgends [niana]
in Göfis [z' Göfis]
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dann [denn]
nachher [nocher]
nach [no:ch]
um acht [am achte]
jetzt [jeatz(t)]
später [schpöter] |
gestern [geschtern]
heute [hüt]
morgen [morn]
12.15 [virtl noch zwölfe]
12.30 [halb oas]
12.45 [virtl vor oas]
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morgen [morn]
Morgen [morga]
morgens [am morga]
morgen früh [morn am morga]
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[oas, zwoa, drei, vier, füf, sechs, siba, acht, nü,
zeaha]
[elf, zwölf, drizeaha, virzeaha, fufzeaha, seachzeaha,
sibzeaha, achzeaha, nünzeaha, zwanzg]
[oanazwanzg, zweiazwanzg, dreiazwanzg, virazwanzg,
füfazwanzg, sechsazwanzg, sibnazwanzg, achtazwanzg, nünazwanzg]
[drißg; virzg, fufzg, seachzg, sibzg, achzg, nünzg;
hundert; tausend; hunderttausend; a Million, zwoa Milliona]
usw.
Beachte: Die Endung „-ig" wird [ig] und nicht wie
standarddeutsch üblich [ich] ausgesprochen. Also [virzig] und nicht [virzich].
Im Zusammenhang mit Uhrzeiten sind die Zahlen entsprechend
abzuwandeln:
Ab inkl. vier Uhr wird ein „-e" angehängt.
-
[am oas] pünktlich um eins
-
[uma oas, am oas umma] etwa um eins
-
[am drei, am drü] um drei
-
[am viere] um vier
-
[am nüne] um neun
-
[am zene] um zehn
-
[amol, oamol] ein'mal, 'einmal
Beispiele:
-
Wia schpot isch (es)? oder Wia schpot heasch?
-
Virtl noch zwoa. Nicht: Viatl drä.
-
Virtl vor elfe. Nicht: Dräviatl öf.
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Die Zahlen sind eine gute Gelegenheit, die wunderbare
sprachliche Vielfalt des Landes zu demonstrieren. Während im südlichen
Rheintal „eins" als [oas] oder [oans] ausgesprochen wird, sagt der
fünf Kilometer östlich von Feldkirch wohnhafte Satteinser [a:s] mit
einer unschönen nasalen Betonung des „a". Der Dorabirar und seine
Nachbarn ersetzen das „o" durch ein „u": [uas]. Zahlreiche
weitere Varianten werden vermutet und sind durch eigenständige
Expeditionen zu katalogisieren.
Exkurs 1 Ende.
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auch [o:] Des han i o scho ghört.
zu [zua, za] Do goht 's jo zua! - Kumm za mir!
mit [mit] I kumm bi deam ganza Züg oafach numma mit.
schon [scho] Bischt scho amol z' Wian gsi?
nicht [ned, net, neta] Na, bin i
net.
nicht mehr [numma] s. o.
nichts [nix, nünt, nüt] I v'rschtand do überhaupt nix.
bei [bi] Bi mir dahoam luagat 's us wia in ama Schtall.
doch! [mol] Heasch koa Luscht? Mol!
weiter [witer] Mach scho witer!
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Das multifunktionale Füllwort "ge"
Ein ebenso kleines, aber feines Wort wie das "od'r"
ist das Wörtchen "ge", dessen Aussprache aufgrund regionaler
Disparitäten stark variiert: einmal tendiert es zum "i", dann wird
es auf "e" endend ausgesprochen, schließlich ist es auch als
"ga"
anzutreffen. Wir belassen es in diesem Rahmen beim ge.
Es kann verschiedene Bedeutungen als Vorwort annehmen.
Hier einige Beispiele (da der Autor eine eindeutige Regel bis dato nicht finden
konnte):
-
Gang amol ge luaga, ob dr Briafträger scho do gsi
ischt.
(Kann hier zwar auch weggelassen werden, verschönert das
Sprachbild für den Kenner aber ungemein.)
-
I muas hüt Obad ge Breagaz za da
Feschtspiele. Gohsch
mit ge s' aluaga?
(oder: Gohsch se mit aluaga? ABER: man kann sich das Ganze auch sparen und sagen:
Gohsch mit?).
Exkurs 2 Ende.
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